Geschichte

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Gestüt Kladruby n. L.
Gestüt Slatiňany

Geschichte

Das Gestüt in Slatiňany wurde 1898 als Schlossgestüt gegründet und befindet sich am nördlichen Stadtrand im Schlosspark.

Es entstand aus den ursprünglichen Ställen für Rennpferde und Pferde für Parforcejagden, welche zusammen mit dem naheliegenden Schloss und dem Herrschaftsgebiet im Besitz der Familie von Auersperg waren. Im Schloss befindet sich nun ein hippologisches Museum mit umfangreichen Sammlungen. Die Ställe in Heřmanův Městec gehörten dagegen der Familie Kinsky. Nach Ende des II. Weltkriegs und der Übernahme der Objekte (August 1945) wurden die Altkladruber Rappen, deren Regeneration von 1939 in Průhonice bei Prag verlief, in die Ställe von Slatiňan (selbstständig laufend) umgezogen. Somit entstand das „Staatliche Experimentalgestüt in Slatiňany“ und die Regeneration dieser Pferderasse wurde fortgesetzt bis zum Abschluss im Jahr 1973. 1948 wurde das Gestüt zur Forschungsstation für Pferdezucht in Slatiňany umbenannt, welche ihre Forschungstätigkeit bis 1992 ausübte.

Im Gestüt von Slatiňany wird seit über 65 Jahren das Altkladruber Pferd in schwarzer Farbe, d.h. der Altkladruber Rappen gezüchtet. Das Altkladruber Pferd zählt zu barocken Pferderassen, ist spanisch-neapolitanischen Ursprungs und entstand für zeremonielle Zwecke der Herrscherhöfe. Seine Geschichte reicht bis zum Jahr 1579 zurück, die Rappenzucht wurde allerdings später unterbrochen und 1931 sogar fast liquidiert.

Dank Professor F. Bílek von der Hochschule für Landwirtschaft in Prag, der im Rahmen eines einzigartigen Regenerationsprojekt die letzten Reste der Rappen sammelte, können wir nun auch diese „schwarzen Perlen“ der tschechischen Zucht bewundern. Das Projekt wurde 1939 in Průhonice bei Prag aufgenommen. Von 1945 wurde es in Slatiňany vom Dr. Lev Richter fortgesetzt, welcher zusammen mit dem Doz. Jaromír Dušek und anderen Kollegen die Regeneration in  den 70er Jahren vollendete. An der Regeneration nahmen neben den Kladruber Schimmeln auch der Lipizzaner Rappe Siglavi Pakra sowie der friesische Rappe Romke teil. Diese gründeten hier zwei neue Stämme zu den zwei ursprünglichen Stämmen Sacramoso und Solo (entstanden in den 30er Jahren durch Abspaltung vom Stamm Sacramoso).