Geschichte

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Gestüt Kladruby n. L.
Gestüt Slatiňany

Geschichte

Im Jahre 1560 verkaufte Jaroslav von Pernstejn das Pardubicer Herrschaftsgebiet, zu dem auch der Hof von Kladruby mit einem kleinen Schloss und einem Wildgehege mit Pferdezucht gehörte, der königlichen Kammer. Kaiser Maximilian II. gründete hier 1563 ein Hengstdepot,  wodurch der Grundstein der heute berühmten und anerkannten Pferdezucht in Kladruby gelegt wurde. 1579 erhob Kaiser Rudolf II. das ursprüngliche Pferdegehege zum kaiserlichen Hofgestüt. Dieses Jahr gilt als die offizielle Gründung des Gestüts. Für seine häufigen Aufenthalte ließ sich der Kaiser hier ein Schloss erbauen, welches zum ersten Mal 1588 im Urbar des Pardubicer Herrschaftsgebiets erwähnt wird.

Das einstöckige Schloss wurde im Renaissance-Stil ausgebaut und hatte einen L-förmigen Grundriss. Zum Schlossgebäude wurde auch eine Kirche zugebaut, welche mit dem Schloss ein einheitliches Objekt bildete. Das Schloss diente vor allem der Unterbringung von Gästen, wovon noch heute zwei Küchen und eine große Anzahl von Zimmern, Kammern und Kellern zeugen. Neben dem Schloss wurden Verwaltungs- und Betriebsgebäude erbaut, wie etwa das Haus des Gestütsverwalters, die Reitbahn und die notwendige Schmiedewerkstatt.

Das Schloss erlebte mehrere Umbauten, welche mit den jeweiligen architektonischen Stilrichtungen kamen. An Barock erinnert der Umbau des Kladruber Schlosses von 1722, woran laut Historikern auch Kilian Ignaz Dientzenhofer mitbeteiligt worden sein mag.

Dem Schloss blieb auch ein großer Brand nicht erspart, welcher das Schloss, die Kirche sowie die Ställe beschädigte. Zur Zeit Josef II. wurde jedoch das ganze Schlossareal erneuert.  1836 - 1844 wurden neue Ställe im Empire-Baustil konstruiert.

Wie Baustile und Jahrhunderte vergingen, kam die Renaissance aufs Schloss zurück - verkörpert durch den Pseudorenaissance-Umbau zur Zeit des Kaisers Franz Josef I. Im Besitz der kaiserlichen Familie blieb das Gestüt mit dem Schloss bis zum Ende der Habsburger Monarchie 1918.