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Regenerierungsprozess in der Zucht des Altkladruber Rappen

Nach dem Ersten Weltkrieg, als zunehmend Stimmen verlautbart wurden, welche die Liquidation all dessen verlangten, was an die Habsburger Dynastie und ihren Hof erinnerte, ungeachtet des historischen Wertes, blieb auch das Altkladruber Pferd von den nachteiligen Folgen dieser Bemühungen nicht verschont.

Die Restriktion der Herde der Altkladruber Pferde, die in den Jahren 1925-1931 erfolgte, betraf in erster Linie den Altkladruber Rappen, sodass er bis auf einige Einzeltiere praktisch erloschen ist. Auf Anregung des damaligen Professors der Zootechnik an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Prag, Dr. med. et PhDr. Bílek, wurden im Herbst 1945 nach der Verlegung des Staatlichen Versuchsgestüts des Landwirtschaftsministeriums von Průhonice bei Prag in das Gestüt in Slatiňany Regenerierungsarbeiten zur Rettung dieser Pferderasse in Angriff genommen.

Bereits zum Ende der 30er Jahre hatte Prof. Dr. med. et PhDr. Bílek versucht, die letzten lebenden Tiere dieser Pferderasse mit der Absicht zu versammeln, mit der reinrassigen Zucht in Průhonice bei Prag fortzufahren. Leider musste er jedoch feststellen, dass der Bestand der existierenden Einzeltiere zu klein, erheblich überaltert und verbraucht war, sodass mit einer weiteren Zucht nicht mehr gerechnet werden konnte. Daher entschied er sich im Jahre 1941 für einen sehr mutigen züchterischen Schritt zur Regenerierung des Altkladruber Rappen.

Bis zum Beginn der Regenerierungsmaßnahmen, somit bis zum Jahre 1941, waren 3 Halbbrüder-Hengste, die Söhne des letzten Altkladruber Rappen, des Pépiniers Sacramoso XXIX erhalten geblieben.

Es waren:

Sacramoso  XXX,geb. 30.3.1927 in Kladruby n. L., von der Mutter 266 Neapolitano Gratia, nach Neapolitano Gratia von 80 Napoleone, nach Napoleone Amelia, mit einem Anteil von 75 % Altkladruber Blutes, 12.5 % Lipizzanerblutes und 12.5 % Araberblutes. Maße: Bandmaß 166 cm, Stockmaß 158 cm, Brustumfang 188 cm, Röhrbeinumfang 21.8 cm. Dieser Hengst wurde in Kladruby n. L. überwiegend als Kutschpferd genutzt, im Jahre 1940 wurde er für die Zucht zugelassen. In Kladruby stammten von ihm 9 Fohlen ab (6 Hengste und 3 Stuten), von denen für die Zucht 2 Zuchthengste zugelassen wurden, und zwar: Sacramoso XXXII und Sacramoso XXXIII. Im Jahre 1945 wurde er an das Gestüt in Slatiňany verkauft, wo er bis 1949 blieb und dann infolge einer Kolik getötet werden musste.

In Slatiňany wurden 11 seiner Töchter für die Zucht zugelassen.

Sacramoso XXXI  - SOLO, geb. 25.3.1927 in Kladruby n.L. von der Mutter 271 Sacramoso XXVII, nach Sacramoso Aja XXVII von 80 Napoleone, nach Napoleone Amelia, mit einem Anteil von 100 % Altkladruber Blutes. Maße: Bandmaß 171 cm, Stockmaß 161 cm, Brustumfang 200 cm, Röhrbeinumfang 22 cm. Dieser Hengst bewährte sich am meisten im Regenerierungsprozess, von ihm stammten 80 Fohlen ab, von denen 2 Zuchthengste (Solo Maja I, Solo Narcis II) und 24 Zuchtstuten für die Zucht zugelassen wurden. Er war eigentlich der Begründer der neuen Unterlinie der Kladruber Rappen - Solo. Er wirkte in Slatiňany bis zum Jahre 1951, als er wegen Altersschwäche eingeschläfert wurde.

530 Sacramoso  XXIX-3 Avara, geb. 12.4.1930 in Kladruby n. L., von der Mutter 57 Sacramoso XXVII, nach Sacramoso Aja XXVII von 80 Napoleone, nach Napoleone Amelia, mit einem Anteil von 100 % Altkladruber Blutes. Maße: Bandmaß 174 cm, Stockmaß 166 cm, Brustumfang 197 cm, Röhrbeinumfang 21.8 cm. In der Zucht wirkte er kurze Zeit, zugelassen wurde er im Jahre 1942 und im Jahre 1943 verendete er infolge einer Embolie. Von ihm stammten 5 Fohlen ab, von denen sein Sohn Avara I und 2 Zuchtstuten für die Zucht zugelassen wurden.

  • • All diese Hengste wurden eng verwandtschaftlich durchgezüchtet, womit bei ihnen eine erhebliche Genotyp-Homozygotie und hierdurch die Erscheinung des Zucht-Phänotyps erzielt wurde, den sie an die Nachkommenschaft weitergaben.
  • • In der Parentalgeneration der Mütter war zu jener Zeit die Situation sehr unerfreulich. Insgesamt wurden 54 Mütter unterschiedlichen Ursprungs genutzt, und zwar:

a) 2 Stuten - reinrassige Altkladruber Rappen

13 SABINA, geb.13.10.1926 in Kladruby n. L., nach Sacramoso XXIX von 83 Napoleone VI, nach Napoleone Sola VI von Leucaudia, nach Sacramoso Risanotta. Für die Zucht wurde sie im Jahre 1941 zugelassen, wobei sie lediglich 1 Tochter-Fohlen 37 Sabiola gab, nach dem Oldenburger Hengst tschechoslowakischer Zucht 249 Gebwin, die später in die Zucht aufgenommen wurde. Maße: 169/161, 204, 21.0. Aus der Zucht wurde sie im Jahre 1951 aus Altersgründen und wegen Unfruchtbarkeit ausgesondert.

28 AJA, geb. 3.2.1928 in Kladruby n. L., nach Sacramoso Aja XXVII, von 83 Napoleone VI, nach Napoleone Sola VI von Leucaudia, nach Sacramoso Risanotta. Für die Zucht wurde sie im Jahre 1942 in Slatiňany zugelassen, wobei sie lediglich 3 Fohlen gebar, die für die weitere Zucht genutzt genommen wurden. Maße:168/158, 205, 21.0. Im Jahre 1946 wurde sie wegen ihres hohen Alters ausgesondert.

b) 23 Stuten - reinrassige Altkladruber Schimmel und Stuten mit einem teilweisen Anteil Altkladruber Blutes, davon:

  • 17 Altkladruber Schimmel aus dem Gestüt Kladruby n. L., überwiegend älter, die im Regenerierungsprozess wegen mangelnder Fruchtbarkeit eingeschränkt Anwendung fanden. Nur 6 von ihnen lieferten Fortsetzerinnen in der Zucht (davon 3 derzeitige Familien - 43 Campanella, 35 Formosa und 32 Raguza).
  • 1 Altkladruber Schimmelstute geb. in Zahrádky bei Česká Lípa - 121 Septimia
  • 3 Altkladruber Rappenstuten: 14 Nona, geb. in Kroměříž (gebar lediglich den Hengst Avara I), 1 Maja, geb. in Nové Dvory bei Opava, und 15 Narcis, geb. in Chrast bei Chrudim
  • 2 Lipizzaner-Rappenstuten mit einem Anteil von 25 % des Altkladruber Rappen, geb. in Topolčianky, und zwar 3 Magura und 8 Maestosa. Aus dieser Gruppe der Stuten blieben die meisten Fortsetzerinnen der derzeitigen Familien erhalten, und zwar 8 von 13 Familien. Gründerinnen der Familien sind:

43 CAMPANELLA, geb. 6.5.1942 in Kladruby n. L., nach Sacramoso XXX von 438 Shagya I, nach Shagya I von 265 Generale XXX, nach Generale Alata XXX Schwarzbraune mit den Maßen 177/165, 204, 21.5, mit einem Anteil von 62.5% Altkladruber Blutes, 25 % Araberblutes und 12.5 % Lipizzanerblutes. In die Zucht wurde sie im Jahre 1946 aufgenommen, sie gab 5 Fohlen (3 Hengste und 2 Stuten), von denen der Zuchthengst Maestoso V und die Tochter 142 Cantinella für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1954 verendete sie.

35 FORMOSA, geb. 13.5.1934 in Kladruby n. L., nach Furioso VII von 265 Generale XXX, nach Generale Alata XXX, von 107 Generalissimus XIX, nach Generalissimus Formosa XIX, gemischte Schimmelstute mit den Maßen 176/167, 213, 21.0, mit einem Anteil von 43.75% Altkladruber Blutes und 56.25 % des Blutes des engl. Halbbluts. Für die Zucht wurde sie in Kladrubech n. L. unter der Nr. 475 Furioso VII zugelassen, im Gestüt Slatiňany war sie ab dem Jahre 1945, wo sie 6 Fohlen (2 Hengste und 4 Stuten) zur Welt brachte. Diese Stuten wurden später alle in die Zucht eingestuft. Im Jahre 1954 wurde sie wegen Überalterung aus der Zucht ausgesondert.

32 RAGUZA, geb. 22.3.1938 in Kladruby n. L., nach Generale XXXIII von 416 Shagya I, nach Shagya I von 85 Napoleone, nach Napoleone Generale III gemischte Schimmelstute mit den Maßen 166/157,198, 20.5, mit einem Anteil von 75 % Altkladruber Blutes und 25 % Araberblutes. Für die Zucht wurde sie in Kladruby n. L. unter der Nr. 531 Generale XXXIII zugelassen, im Jahre 1945 wurde sie dem Gestüt Slatiňany übergeben, wo sie weiterhin in der Zucht wirkte und 7 Fohlen (5 Hengste und 2 Stuten) gebar. Beide Stuten wurden später in die Zucht eingestuft. Im Jahre 1952 verendete die Stute bei der Fohlengeburt.

121 SEPTIMIA, geb. 28.4.1950 in Zahrádky bei Česká Lípa, nch 411 Generale XXXIII-1 von Spaniola, nach Pluto Presciana von Sardina, nach Maestoso Gratia, Grauschimmelstute mit den Maßen 173/163,197, 21.5, mit einem Anteil von 31.25 % Altkladruber Blutes, 50 % Lipizzaner- und 18.75 % Araberblutes. In die Zucht wurde sie im Jahre 1954 aufgenommen, sie gab 11 Fohlen (5 Hengste und 6 Stuten), von denen 3 Stuten für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1969 wurde sie wegen Altersschwäche aus der Zucht ausgesondert.

1 MAJA, geb. 29.1.1922 in Nové Dvory bei Opava, nach 376 Maestoso III-2 von 301 Napoleone, nach Napoleone Sola VI von 71 Sacr. XXVI, nach Sacramoso Risanotta XXVI, Rappenstute mit den Maßen 167/158, 200, 20.5, mit einem Anteil von 50 % Altkladruber Blutes und 50 % Lipizzanerblutes. In die Zucht wurde sie im Jahre 1941 aufgenommen, sie gab 5 Fohlen (2 Hengste und 3 Stuten), von denen der Zuchthengst Solo Maja I und 2 ihrer Töchter für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1947 wurde sie wegen Überalterung aus der Zucht ausgesondert.

15 NARCIS, geb. 17.3.1939 in Chrást bei Chrudim, nach 530 Sacr. XXIX-3 Avara von Zem.klisna Líza, nach Sacramoso Aja XXVII von Zem.klisna Nr. 23, nach 145 Lord Willibald, Rappenstute mit Abzeichen, mit den Maßen 173/163, 206, 22.7, mit einem Anteil von 75 % Altkladruber Blutes und 25 % des Tschechischen Warmbluts. In die Zucht wurde sie im Jahre 1946 aufgenommen, sie gab 10 Fohlen (7 Hengste und 3 Stuten), von denen zwei Zuchthengste - Solo Narcis II und Solo Narcis IV - sowie 2 Töchter für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1961 wurde sie wegen Überalterung aus der Zucht ausgesondert.

3 MAGURA, geb. 9.12.1937 in Topolčianky, nach Maestoso I von 274 Sacramoso XXIX-1, nach Sacramoso XXIX von 31 Virtuosa, nach Pluto Slatina III, Rappenstute mit den Maßen 168/157,193, 20.5, mit einem Anteil von 25 % Altkladruber Blutes und 75 % Lipizzanerblutes. In die Zucht wurde sie im Jahre 1954 aufgenommen, sie gab 8 Fohlen (4 Hengste und 4 Stuten). Alle Stuten wurden später in die Zucht eingestuft. Im Jahre 1956 wurde die Stute aus der Zucht ausgesondert.

8 MAESTOSA, geb. 28.4.1936 in Topolčianky, nach Maestoso I von 266 Neapolitano Gratia-4, nach Neapolitano Gratia von 80 Napoleone, nach Napoleone Amelia III, Rappenstute mit den Maßen 170/160,192, 20.5, mit einem Anteil von 25 % Altkladruber Blutes und 75 % Lipizzanerblutes. In die Zucht wurde sie im Jahre 1941 aufgenommen, sie gab 9 Fohlen (7 Hengste und 2 Stuten), von denen 2 Zuchthengste - Generalissimus XXVIII und Solo Maestosa III - sowie die Tochter 46 Elisa für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1954 wurde die Stute wegen Überalterung aus der Zucht ausgesondert.

c) 18 reinrassige Lipizzaner-Stuten, davon:

ll Lipizzanerstuten aus dem Gestüt Topolčianky (5 Schimmelstuten, 3 Rappenstuten, 3 Dunkelbraune), von denen 3 Fortsetzerinnen der Zucht der derzeitigen Familien hervorgingen -

7 Maga, 9 Neapolitana und 60 Plutona

7 Lipizzanerstuten aus des Gestüt Piber, die zumeist überaltert und unfruchtbar waren und in der Zucht nicht eingesetzt wurden.

Von ihnen gingen folgende Fortsetzerinnen der derzeitigen Familien hervor:

7 MAGA, geb. 28.1.1939 in Topolčianky, nach Maestoso I von 101 Pluto XVII, nach 4 Pluto XVII von 30 Rigoletta, nach Conversano Austria, grau gepunktete Schimmelstute mit den Maßen 168/160,195, 21.3. In die Zucht wurde sie im Jahre 1942 aufgenommen, sie gab 10 Fohlen (3 Hengste und 7 Stuten), von denen später 4 Stuten für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1961 wurde sie wegen Überalterung aus der Zucht ausgesondert.

9 NEAPOLITANA, geb. 3.2.1934 in Topolčianky, nach Neapolitano Gratia I von 16 Malaga, nach Pluto Slatina III von Malaga, nach Maestoso Slavina II, Dunkelbraune mit den Maßen 168/160,195, 21.3. In die Zucht wurde sie im Jahre 1942 aufgenommen, als sie gemeinsam mit ihrer Tochter Capriolina, geb. 1942 (nach Sigl. Capriola I) gekauft wurde. Sie brachte noch 4 Hengste zur Welt. Ihre Tochter 44 Capriolina wurde später für die Zucht zugelassen. Im Jahre 1951 wurde sie wegen Reproduktionsstörungen (Equine Herpes-Virus-Infektion/EHV) aus der Zucht ausgesondert.

60 PLUTONA, geb. 27.4.1943 in Topolčianky, nach Pluto I von 451 Maestoso I, nach Maestoso I von 234 Neapolitano Gratia, nach Neapol. Gratia, braun gepunktete Schimmelstute mit den Maßen 168/158,195, 20.0. In die Zucht wurde sie im Jahre 1947 aufgenommen, sie gab 1 Hengst und 3 Stuten), von denen später 2 Stuten für die Zucht zugelassen wurden. Wegen teilweiser Unfruchtbarkeit wurde sie 1951 aus der Zucht ausgesondert.

d) 3 Warmblutstuten:

Diese Stuten wurden in der Zucht nicht verwendet, eine war ohne Nachkommenschaft, zwei Stuten hatten eine Tochter in der Zucht, die allerdings nicht fortgesetzt wurde.

e) 5 Stuten ohne Abstammungsnachweis oder Beutestuten mit Brandzeichen:

Unter diesen Stuten gab es 2 Schimmelstuten vom Lipizzanertyp ohne Abstammungsnachweis, 1 Schimmelstute angloarabischen Typs. 1 Beute-Falbstute mexikanischer Abstammung und 1 schlesische Landstute ohne Abstammungsnachweis. Drei dieser Stuten hatten eine Tochter in der Zucht, die allerdings nicht fortgesetzt wurde. Eine Stute blieb ohne Nachkommen. Die Stute 67 Xandra wurde zur Gründerin der gegenwärtigen Familie.

67  XANDRA, geb. 1938, schlesische Landstute mit Brandzeichen, ohne Abstammungsnachweis (Warmbluttyp), schwarz gepunktete Schimmelstute mit den Maßen 168/156, 204, 20.0.

In die Zucht wurde sie im Jahre 1947 aufgenommen, sie gab 9 Fohlen (5 Hengste und 4 Stuten), von denen 2 Stuten für die Zucht zugelassen wurden. Im Jahre 1958 wurde sie wegen Altersschwäche ausgesondert.

f) 3 Stuten des Orlow-Trabers (importiert):

Im Jahre 1955 wurden zur Erweiterung der Blutbasis 3 zweijährige Rappenstuten des Orlow-Trabers importiert. Nach der Absolvierung der Leistungsprüfungen wurden sie für die Zucht zugelassen. Zwei dieser Stuten hatten Reproduktionsprobleme und blieben ohne Nachkommen. Die Stute 154 Bárta wurde zur Gründerin einer weiteren Familie, die sich bis heute gehalten hat.

154 BÁRTA, geb. 17.2.1953 im Chrenower Gestüt (UdSSR), nach Bars von Utrata, nach 5878 Suchowoj von Ulybka, nach 2300 Balans, Rappenstute mit den Maßen 171/162,192, 20.6. In die Zucht wurde sie im Jahre 1958 aufgenommen, sie gab 3 Fohlen (2 Hengste und 1 Stute), von denen später ihr Sohn Solo Bárta V und die Tochter 206 Barca für die Zucht zugelassen wurden. Die Stute wurde im Jahre 1958 aus der Zucht ausgesondert.

Wie dieser Übersicht zu entnehmen ist, wurden in der Parentalgeneration der Mütter insgesamt 54 Stuten verwendet, von denen viele aus unterschiedlichen Gründen für die Zucht ungeeignet waren und ausgesondert werden mussten, ohne eine Nachkommenschaft zu hinterlassen.

Im Verlaufe des gesamten Regenerierungsprozesses, d.h. bis Ende Oktober 1973, wurden insgesamt 34 Zuchthengste verwendet, und zwar:

2 reinrassige Altkladruber Rappen, 6 Altkladruber Rappenhengste mit einem Anteil von über 50 % Altkladruber Blutes,

7 Altkladruber Rappenhengste mit einem Anteil von weniger als 50 % Altkladruber Blutes (überwiegend mit einer Beimengung des Lipizzanerblutes, des Araber-Blutes und des Orlow-Traber-Blutes) sowie 7 Hengste des Altkladruber Schimmels. Von diesen Hengsten wurden am meisten eingesetzt:

 Anzahl der Eingestuft
Name des HengstesGeburtFarbeFohlenHengstStute
Sacramoso XXX1927rappe17211
Sacramoso XXXII1941schimmel3016
Sacramoso Roma XXXVI1961rappe74112
Solo (Sacramoso XXXI)1927rappe80224
Solo Maja I1946rappe39112
Solo Narcis II1952rappe65117
Solo Maestosa III1952rappe2015
Solo Narcis IV1957rappe120229
Solo Bárta V1961rappe21-3
Generalissimus XXV1945schimmel812

Für die Erhaltung der Rasse des Altkladruber Rappens war es somit nicht mehr möglich, reinrassige Zuchten zu verwenden, und zwar auch im Hinblick darauf, dass die letzten drei Ausgangshengste verwandtschaftlich eng durchgezüchtet waren. Im Rahmen des Regenerierungsprozesses mussten unterschiedliche Zuchtverfahren herangezogen werden, einschließlich der Auffrischung des Blutes durch andere Rassen. Am meisten wurde Hengste der Lipizzaner-Rasse verwendet, von denen im Regenerierungsprozess 10 genutzt wurden, ferner 1 Hengst mit Nonius-Anteil und 1 Oldenburger Hengst. Von diesen Hengsten wurden am meisten eingesetzt:

 Anzahl derEingestuft
Name des HengstesGeburtFarbeFohlenHengstStute
Maestoso I1928rappe11-7
Maestoso IV1940rappe43116
Nepolitano Gratia III1930rappe9-3
Nepolitano Gratia IV1934rappe17-6
Pluto II1931schimmel8-3
Pluto V1951rappe18-2
Siglavi Pakra1946rappe1622

Hengst Nonius XLV, geb. 24.3.1965 in Slatiňany, nach 64 K. Nonius XXVII von 195 Majmona, nach Solo III, Schwarzbrauner mit den Maßen 174/165, 190, 21.8, mit einem Anteil von 25 % Altkladruber Blutes, 25% Lipizzanerblutes, wobei 50 % des Nonius-Blutes zur Erweiterung der Blutbasis genutzt wurden. Nach ihm wurden 28 überwiegend schwarzbraune Fohlen geboren, 8 seiner Töchter wurden in die grundlegende Mutterherde aufgenommen. Er wirkte in Slatiňany in den Jahren 1969 bis 1973, als er aufgrund des erheblichen Auftretens brauner Pferde sowie infolge der Verschlechterung des Charakters bei seiner Nachkommenschaft ausgesondert wurde.

Die übrigen Hengste gelangten in der Zucht überwiegend nicht zur Geltung, da sie nicht genügend Nachkommen hatten, und zwar sowohl unter dem Aspekt der eingeschränkten Nutzung als auch aufgrund des vorzeitigen Todes des Zuchttieres.

Zum Zeitpunkt der Beendigung des Regenerierungsprozesses waren im Gestüt Slatiňany 6 Zuchthengste erfasst, und zwar: Solo Narcis IV (62.5 % Altkladruber, 25 % Lipizzaner), Solo Bárta V (43.75 % Altkladruber, 50 % Orlow-Traber) Sacramoso Roma XXXVI (71.67 % Altkladruber, 25 % Lipizzaner), Nonius XLV (25 % Altkladruber. 50 % Nonius) sowie 2 echte Brüder Siglavi Pakra I und Siglavi Pakra II (31.25 % Altkladruber, 59.37 % Lipizzaner). Im Jahre 1973 waren in der Grundherde 33 Mütter aus 13 Familien, 52 Fohlen und Jungpferde in der Zucht und in der Ausbildung erfasst.